Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen in den USA in beiden Kammern des Kongresses deutliche Siege errungen. Donald Trump ist innenpolitisch geschwächt. Aber der republikanische US-Präsident hat schon in den ersten beiden Jahren dieser Amtszeit Kongress, Gerichte und Verbündete vielfach übergangen, wenn es seiner Politik nützte. Was bedeutet dieses Wahlergebnis für die US-Außenpolitik - für die Unterstützung der Ukraine und den Krieg gegen den Iran, für die Nato und Trumps Zollpolitik? Kann seine eingeschränkte Macht für eine Entspannung des transatlantischen Verhältnisses sorgen - oder könnte er nun noch unberechenbarer werden? Wächst der Druck auf Russlands Machthaber Wladimir Putin, weil dieser zu Zugeständnissen bereit sein könnte, solange er nicht weiß, wer Trump im Amt folgen wird? Oder müssen Europa und Deutschland ihre Sicherheit noch entschlossener selbst in die Hand nehmen?