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Leben nach der Gewalt

Info, Gesellschaft + Soziales • 22.03.2026 • 09:03 - 09:30 heute
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Markus (32) wurde in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer zusammengeschlagen. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.
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"Ich habe ein halbes Jahr nach der Tat den Entschluss gefasst, Tätowierer zu werden," erzählt Markus (32). "Vorher habe ich das gar nicht in Erwägung gezogen, auch weil meine Mutter Tattoos hasst, "sagt er. "Aber ich dachte, dass es sehr traurig wäre, wenn man die Sachen, von denen man träumt, am Ende nicht mal versucht hat."
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Markus Reuss (32) war früher ein professioneller BMX-Fahrer. Weil ihm die Täter mehrmals stark auf den Kopf getreten hatten, war dieser Sport erstmal nicht mehr möglich: "Dass ich lange auf einem Auge nichts sehen konnte, war niederschmetternd für mich."
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Originaltitel
Leben nach der Gewalt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Gesellschaft + Soziales
Immer wieder werden Menschen Opfer unerwarteter, grundloser Gewalt. Ein Schutz ist kaum möglich. Wie lebt man damit weiter? Markus (32) wird nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe junger Männer fast totgeschlagen. Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest von einer halbvollen Bierflasche schwer verletzt, die eine Person in ihre Gruppe wirft. Das Glas der auf sie geworfenen Bierflasche durchtrennt eine Sehne in Annabelles Fuß, wochenlang kann sie nicht laufen. Trotz OP, Aufenthalt in einem Schmerz-Zentrum und Physiotherapie hat sie bis heute chronische Schmerzen. Auch langes Stehen wird zur Belastung, schließlich muss die Friseurmeisterin sogar ihre Selbstständigkeit aufgeben. Auch bei ihrer Arbeit als Schauspielerin an der Oper begleitet Annabelle die Sorge: Schaffe ich das körperlich? Sie sagt: "Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert." Die jungen Männer schlagen Markus zu Boden, treten auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer sind gebrochen, tagelang ist er auf einem Auge blind. Markus ist klar geworden, dass er an der Wuppertaler Tankstelle genauso gut hätte sterben können. Er hat beschlossen, sein Leben neu aufzustellen und seine Träume wahr zu machen. Einer davon: Tätowierer werden.