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Presseclub

Diskussion, Zeitgeschehen • 22.03.2026 • 12:03 - 12:45 heute
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Moderatorin Ellen Ehni
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Moderatorin Ellen Ehni
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Originaltitel
Presseclub
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Diskussion, Zeitgeschehen
Seit drei Wochen lässt US-Präsident Trump gemeinsam mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu den Iran bombardieren. Selbst nach dem Tod zahlreicher Führungsfiguren denkt das Mullah-Regime bisher nicht daran zu kapitulieren. Im Gegenteil: Der Iran setzt auf maximale Eskalation, in dem es den Handel mit Öl und Gas empfindlich stört. In der Straße von Hormus, eine Schlagader der fossilen Weltwirtschaft, stauen sich die Tanker, in den Golfstaaten brennen Gas- und Ölfelder. Die Folge: Die Preise für ziehen kräftig an. Welche Folgen hat der Energiepreisschock für die deutsche Wirtschaft? Was passiert, wenn der Krieg noch länger andauert? Was wird aus dem zarten Wirtschaftsaufschwung, den die Bundesregierung den Menschen für 2026 versprochen hatte? Als erstes sind die privaten und gewerblichen Fahrer von Verbrennern die Leidtragenden der Situation. Die Regierung will dagegen kartellrechtlich vorgehen und gleichzeitig den Tankstellen erlauben, nur noch einmal am Tag die Spritpreise anzuheben. Was bringt diese Maßnahme? Vielen reicht das nicht: Sie machen sich für einen Tankrabatt stark, wollen eine Übergewinnsteuer einführen, die Pendlerpauschale erhöhen oder die C02-Abgabe streichen. Doch der Verkehrssektor wird nicht der einzige bleiben, den die Folgen des Irankrieges belasten. Als nächstes kommen die privaten und gewerblichen Gaskunden dran. Die Gasspeicher sind nur noch zu 22 Prozent gefüllt. Sie müssen rechtzeitig vor dem Winter gefüllt werden. Das könnte richtig teuer werden, was neue Löcher in den ohnehin knappen Haushalt reißen würde. Kein Rohstoff ist für die heimische Industrie wichtiger als Gas. Die Konsequenz: noch teurere Düngemittel, teurere Lebensmittel, höhere Inflation. So lautet die pessimistische Prognose der europäischen Zentralbank. Wie sieht die Antwort der Bundesregierung aus, um den Verbrauchern und der darbenden Industrie unter die Arme zu greifen, die schon heute mit sehr hohen Energiekosten zu kämpfen hat? Wie wird die Energieversorgung Deutschlands resilienter gegen exogene Schocks? Muss die Energiewende möglicherweise sogar korrigiert werden, wenn Gas zu bezahlbaren Preisen auf dem Weltmarkt fehlt? Darüber diskutiert WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni mit den Gästen? Mary Abdelaziz-Ditzow, Finanzfluss Ralf Geißler, Mitteldeutscher Rundfunk Anja Kohl, Hessischer Rundfunk Daniel Wetzel, WELT