Es ist ein radikaler Systemwechsel, den Herbert Kickl seinen Anhängern bei der FPÖ-Kundgebung zum 1. Mai in Aussicht gestellt hat. Nur noch eine Nationalratswahl, dann werde man Österreich "aus den unfähigen Händen der Verliererampel befreien", so das vollmundige Versprechen. Und tatsächlich profitieren die Freiheitlichen in Umfragen nach wie vor massiv von der wachsenden Unzufriedenheit mit der Regierungsperformance. Doch was erwartet uns wirklich, wenn Kickl sein "Projekt Volkskanzlerschaft" umsetzen kann? Wie ausgereift sind die blauen Pläne für ein auf rechts gedrehtes Asyl-, Gesundheits- und Bildungssystem? Was bedeutet das für Menschenrechte und Minderheitenschutz? Und warum schaffen es die anderen Parteien nicht, dem Siegeszug der Rechten etwas entgegenzusetzen?